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credits: XTERRA Netherlands I Jörg Lehmann


XTERRA Netherlands

19.09.2021

Sand, Sand und nochmals Sand-das XTERRA Rennen auf der niederländischen Insel Ameland ist sicherlich eines der ungewöhnlichsten Rennen im XTERRA-Zirkus.
Bereits 2019 wollte ich an diesem Rennen teilnehmen, doch leider verhinderte eine Krankheit damals den Start. In diesem Jahr stand einem Start aus gesundheitlicher Sicht nichts im Weg.
Am Donnerstag ging es mit dem Wohnmobil und Papa, meinem Edelsupporter, in Richtung niederländische Küste, abends auf die Fähre und ab auf den Campingplatz. Bereits beim Streckencheck am Freitag war mir klar, dass dieser XTERRA etwas ganz anderes ist als alle anderen Rennen. Eine nahezu komplett flache Radstrecke, kaum technischer Anspruch und viele windanfällige Sandpassagen-eine ziemliche ‚Bolzerstrecke‘ also.
Pünktlich um 14Uhr ertönte der Startschuss im Hafen der Insel Ameland. Die 1,5km Schwimmstrecke beinhaltete 2 Runden mit einem kurzen Landgang. Trotz der welligen Bedingungen kam ich vom Start an gut weg und konnte eine meiner besten Schwimmleistung zeigen. Mit nur 45 sec Rückstand auf Olympiastarter Jorik van Egdom konnte ich als Fünfter aufs Rad springen. Auf dem Rad kam ich auf dem ersten, etwas kurvigeren Teil mit Ausnahme der Sandpassagen noch ganz gut zurecht. Der zweite Teil der Runde beinhaltete lange Geradeauspassagen, auf denen mir sowohl der Druck auf dem Pedal als an diesem Tag auch die Fähigkeit mich zu quälen fehlte. Die letzten 8km führten am Strand direkt am Meer entlang. Durch das zurückgehende Wasser war der Strand an den meisten Stellen relativ hart und man konnte dank Rückenwind mit 45-50km/h am Strand entlang knallen. Aber Obacht bei weicheren unvorhersehbaren Stellen, welche einen doch sehr abrupt ausbremsen… In der Wechselzone angekommen, ging ich zusammen mit Simon Schwarz auf Position 7 auf die Laufstrecke. Die ersten 1,5km konnte ich schnell anlaufen, als es aber das erste Mal an den Sandstrand ging, war der Ofen aus. Wie bereits vor 2 Jahren in Dänemark, zeigten sich auch hier wieder meine Defizite im Laufen auf Sand. Mit jedem Schritt verlor ich Meter um Meter und Sekunde um Sekunde. Leider gab es auf den zwei zu laufenden Runden jeweils zwei längere Sandpassagen. Meine Motivation ging durch die verloren gegangene Zeit in den Keller. Auf Platz 10 liegend ging ich dann auf die zweite Runde. Auch hier konnte ich mich irgendwie nicht quälen und lief am Ende etwas unmotiviert als Zehnter über die Ziellinie. Auch wenn ein zehnter Platz bei einem internationalen Rennen erstmal nicht schlecht klingt, bin ich mit meiner Leistung, abgesehen vom Schwimmen und in Teilen vom Radfahren, nicht zufrieden.
Beim nächsten Wettkampf will ich es auf jeden Fall besser machen! Die Erfahrung eines XTERRA-Rennen, welches von seinen Eigenschaften im kompletten Gegensatz zu dem steht, was einen XTERRA ausmacht, war die Reise aber wert.


credits: Carel du Plessis I XTERRA I Jörg Lehmann I Emily Hoy


XTERRA Europameisterschaft Zittau

22.08.2021

Die O-See Challenge ist seit vielen Jahren fester Bestandteil meines Rennkalenders und sollte in diesem Jahr den Auftakt meiner Triathlonsaison bilden. Schon verrückt sowas Ende August zu schreiben. Mein letzter Triathlon war doch tatsächlich der XTERRA Luxemburg im September 2019(!). Das Training verlief in den letzten Monaten, wie im letzten Post berichtet, eher schleppend. Nach überstandener Laufverletzung konnte ich in den letzten Wochen allerdings einige schnelle Kilometer abspulen. Nun stand mit der O-See-Challenge nicht nur der erste Triathlon vor der Tür, sondern auch gleich die XTERRA-Europameisterschaft auf dem Programm. Leider musste ich das für Freitag angesetzte Short-Track-Rennen, ein äußerst spannendes, intensives und kurzes Sprintrennen, aufgrund der Arbeit auslassen.
Für Samstag war die Zielsetzung aufgrund meiner Formkurve klar: seriös ankommen, keine „Nahtoterfahrungen“ produzieren und möglichst viel Spaß haben. Im Nachhinein witzig war, dass ich nach so langer Wettkampferfahrung vor dem Start aufgeregt war, als hätte ich noch nie einen Triathlon absolviert. Das Einchecken und Wechselzone aufbauen funktionierte noch wie gewohnt. Nach dem Line-up ertönte dann um 11:30Uhr der Start für die Elite-Athleten. Den Start erwischte ich gut und kam ohne Geprügel zur ersten Boje. Kurz danach formierte sich eine Gruppe um mich, in der ich ohne Probleme mitschwimmen konnte. Zusammen mit dem mehrfachen XTERRA-WM Sieger Ruben Ruzafa und dem späteren Zweiten Emil Sloth-Nielsen stieg ich nach etwas mehr als 20 Minuten, allerdings mit über 2 min Rückstand auf die Führenden aus dem Wasser. Nach einem schnellen Wechsel konnte ich noch ein paar Kilometer mit den Beiden mitfahren, bis sie am Uhrenberg attackierten und ich mein eigenes Tempo weiterfuhr. Ich versuchte kontrolliert zu fahren und keinesfalls zu überziehen. Auf dem Rad hatte ich viel Spaß, auch wenn ich ab dem Hochwald allein unterwegs war. Auf der Abfahrt zum Hochwald traf ich auf Jens Roth, der leider gerade einen Sturz hatte, sich aber weiter bis ins Ziel durchkämpfte. Ich verpflegte mich gut und versuchte noch etwas Körner fürs Laufen zu sparen. In der Wechselzone angekommen ging es auf Position 11 auf die Laufstrecke. Hoch motiviert aufgrund der guten Ausgangsposition lief ich los. Bereits nach einem Kilometer musste ich an einem steilen Anstieg allerdings schon die ersten Krämpfe aufdehnen. Auf den Flachpassagen konnte ich gut Speed aufnehmen, doch die Krampfansätze ließen leider keinen schnelleren Lauf zu. Auch der Abstand nach vorn war zu groß, um noch etwas auszurichten. Knapp 1,5km vor dem Ziel musste ich noch einen meiner Schuhe aus dem Schlamm befreien, was mit mehreren Krämpfen einherging. Aber halb so wild, nach kurzem aufdehnen konnte ich weiterlaufen und meine Position verteidigen! Mit einem Lächeln im Gesicht und mehr als zufrieden konnte ich mich im Zielkanal über Platz 11 und den besten Deutschen im Elitefeld bei der Europameisterschaft freuen!
Ein dickes Dankeschön an mein Supporter-Team vor Ort, die wie immer einen tollen Job gemacht haben!
Die O-See-Challenge war wie jedes Jahr eine perfekt organisierte Veranstaltung und bot in den aktuellen Zeiten endlich wieder ein bisschen Normalität! Danke an die Organisatoren um „Benno“ Schwager und an alle Helfer für die Umsetzung!!!

Ergebnisse


Marathon in bester Begleitung


Ein Lebenszeichen

Lang, lang ist es her…. Mein letzter Post auf dieser Seite liegt bereits über 17 Monate zurück. Seit dieser Zeit ist viel passiert. Neben den verschiedenen Wettkampfabsagen und somit wenigen sportlichen Höhepunkten im letzten Jahr gab es für mich im beruflichen Umfeld viele erfreuliche Dinge zu vermelden. So konnte ich im letzten Jahr mein Studium abschließen und mich über den vergangenen Winter/Frühjahr noch zum Prüfingenieur weiterbilden. Ab jetzt heißt es für mich Arbeit und Sport unter einen Hut zu bringen.
Auch sportlich war das Jahr 2020 nicht ganz abgeschrieben. Im Septmeber ging es beim Greifensteiner Bike Marathon rund, zumindest auf den ersten 15km bis mich ein Plattfuß ausbremste. Anfang Oktober ging es nach Bautzen zum Bautzner Cross-Duathlon, wo ich meinen fünften Sieg in Folge feiern konnte. Einige weniger wettkampfmäßige Highlights standen auch noch an: Zusammen mit Sebastian Guhr konnte ich eine herrliche 2-Tages-Tour mit dem Crosser nach Hamburg unternehmen. Als Vorbereitung auf einen eigens organisierten Marathon, war der O-See-Trail-Run im Zittauer Gebirge gedacht, welcher gleichzeitig mein einziger Wettkampf 2020 war. Die 25km hatten es mit gut 1100hM ganz schön in sich. Darüber hinaus ist der Wettkampf eine echte Empfehlung für jeden Trail-Liebhaber. Der folgende Marathon im Oktober zusammen mit Basti verlief dann flach an der Elbe. Dank der Unterstützung unserer Väter und einiger befreundeter Begleiter konnten wir die Uhren nach 2:47h stoppen.
In den vergangenen 8 Monaten stand das Training leider ziemlich hinten an. Neben den geschlossenen Schwimmhallen (das Problem hatte/hat ja jeder Triathlet/Schwimmer über den Winter gehabt) kam auch mein Lauf und Radtraining nicht an vergangene Jahre heran. Vom fehlenden zeitlichen Freiraum mal abgesehen, fehlte mir persönlich auch der Anreiz hart und viel zu trainieren. Ohne Ziele ist es sehr schwer sich im Training zu quälen.
Mittlerweile hat sich die Situation gebessert und die Hoffnung auf eine vernünftige Wettkampfsaison im Spätsommer/Herbst lässt auch die Motivation wieder steigen!
Seit Mitte April kann ich nun auch wieder regelmäßig zum Schwimmtraining. Nach einem halben Jahr ohne Wasserkontakt geht es jetzt langsam wieder in eine Art Formzustand zurück. Es wird sicherlich noch ein paar Wochen dauern, bis man von einer echten Schwimmform sprechen kann, aber es geht in die richtige Richtung. Auf dem Rad ist gefühlt noch Einiges aufzuholen. Ich werde Ende Juli ein MTB-Rennen bestreiten – mal sehen, ob sich mein Gefühl dann bestätigt. Die größten Probleme habe ich momentan leider beim Laufen. Seit Ende März plagen mich nicht diagnostizierbare Schmerzen im Sprunggelenk. Nach mehreren Laufpausen und Arztbesuchen bis hin zum MRT, versuche ich es aktuell mit Einlagen. Dazu war ich im Zentrum für Bewegungsanalysen bei habitus motion und hab mich dort mit hoch moderner Technik vermessen lassen. Seitdem geht es endlich aufwärts.
Was ist sonst noch geplant? Auch wenn dieses Jahr sicherlich keine großen Ergebnisse mehr zu erwarten sind, möchte ich noch an ein paar XTERRA-Rennen teilnehmen. Wenn der Formaufbau und der Fuß es zulassen soll es Ende August bei der O-See-Challenge wieder rund gehen. Vorher ist noch ein Start in der 2. Triathlon Bundesliga beim Muldental-Triathlon in Grimma zusammen mit den Weimarer Ingenieuren geplant. Auch im September und Oktober plane ich noch das ein oder andere XTERRA-Rennen.
Bis dahin gibt es jetzt hier hoffentlich wieder regelmäßig etwas zu lesen! Bleibt gespannt!



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peter lehmann - crosstriathlet - 2021

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